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Dieses mit Bibliographie und Register ganze 128 Seiten umfassende Taschenbuch bietet eine hervorragende Einführung in Theorie und Praxis der Gruppen-Psychotherapie. Es umfaßt ebenso den genuin psychoanalytischen Ansatz wie den gruppen-dynamischen, erörtert das Konzept der „Gruppe als Ganzes“, die spezielle Rolle des Leiters und stellt die Beziehung der einzelnen in der Gruppe in den Mittelpunkt. Danach werden gemäß der Objekt-Beziehungs-Theorie von Bion, Fairbairn, Guntrip, M. Klein, Segal und Winnicott in der Gruppensituation primitive Entwicklungsstadien des Selbst und der Objektbeziehungen mit den dazugehörigen Bedürfnissen, Ängsten und Haßreaktionen sowohl in der Phantasie wie in den äußeren Objektbeziehungen wiederbelebt, wobei es Aufgabe des Leiters ist, dem einzelnen Teilnehmer zu ermöglichen, mit der Welt seiner inneren Objekte ins Reine zu kommen. Ein eigenes Kapitel ist der Ausbildung zum Gruppen-Psychotherapeuten gewidmet; deswegen besonders aktuell, weil man sich hierüber auch in Deutschland seit einiger Zeit Gedanken macht: Die Leitung einer Gruppe in eigener Verantwortung und unter kontinuierlicher Supervision ist dabei unabdingbarer Bestandteil, während die eigene Erfahrung in der Position des Patienten lediglich als nützlich angesehen wird (Seite 67). Ein Kapitel über die Anwendung von Gruppenmethoden in psychiatrischen Abteilungen und ein weiteres über die Forschung beschließen das trotz seiner Kürze reichhaltige und dennoch begrifflich klar geschriebene Buch.