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Bald nach dem ersten Weltkrieg begann das psychoanalytische Konzept Sigmund Freuds die Aufmerksamkeit der rumänischen Neuropsychiater und Psychologen auf sich zu ziehen. Einige von ihnen widmeten sich gleich von Beginn ihrer beruflichen Laufbahn an der psychoanalytischen Praxis, andere trugen durch Monographien und Zeitschriftenartikel zur Entwicklung der Psychoanalyse bei und hoben deren Bedeutung und ihre Beziehungen zu anderen Gebieten psycho-sozialer Forschung hervor.
Die Psychoanalyse besteht in Rumänien nun seit beinahe einem halben Jahrhundert. Den Anfang der psychoanalytischen Wissenschaft in Rumänien markieren zwei Dissertationen: 1. Beitrag zum Studium der psychoanalytischen Behandlung von Dr. C. Vlad an der Medizinischen Fakultät von Bukarest; 2. Die Lehre Freuds (Psychoanalyse) von Dr. Ion Popescu-Sibiu an der Medizinischen Fakultät von Jassy.
Dr. Constantin Vlad entfaltete eine fruchtbare psychoanalytische Tätigkeit. Nachdem er eine Reihe von Artikeln über psychosomatische Störungen, über Narzißmus, Triebaffekte, die psychoanalytische Therapie, die Symbolik und die aphasische Regression veröffentlicht hatte, publizierte er 1926 ein Buch mit dem Titel „Im Reich des psychoanalytischen Unbewußten“ („Dans le Domaine de l'Inconscient Psychoanalytique“) und wenig später ein weiteres Werk: „Der psychoanalytische Aspekt von Liebe, Haß und Angst“ (L'Aspect Psychanalytique de l'Amour, de la Haine et de la Peur).
1932 erschien ein Artikel über „Die Korrelation zwischen Traum, Kunst und Neurose“, 1934 eine Studie über „Mihail Eminescu in psychoanalytischer Betrachtung“, das eine eingehende Analyse der Werke des großen rumänischen Dichters und seines qualvollen Lebens darstellt. Das Buch hat lange Zeit heftige Reaktionen „für und wider“ ausgelöst, insbesondere auf der Ebene ethischer Probleme.
Im Jahre 1935 folgte eine Studie „Leonore — Beitrag zum Problem des Phantoms des Bruders“, dann eine weitere über die Entstehung der Zwangskrankheiten mit dem Titel „Lady Macbe