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Die hier zu besprechenden Werke verbindet das Leitthema Psychologie des Lernens. Die beiden Bände von Hilgard und Bower geben eine wissenschaftliche Einführung in die Lerntheorien und repräsentieren wohl den aktuellen wissenschaftlichen Standard. Das Buch von Haseloff und Jorswieck hingegen ist für PH-Studenten und Lehrer gedacht und deshalb relativ einfach geschrieben; es soll nur eine kurze Einführung in die Lerntheorien geben. Montadas Buch endlich stellt einen Spezialfall dar, da hier die Entwicklungspsychologie Jean Piagets und seine Lernpsychologie behandelt werden.
Von dem amerikanischen Standardwerk zur Einführung und Information hinsichtlich der Theorien des Lernens von Hilgard und Bower ist jetzt auch der 2. Band in deutscher Sprache erschienen. Im 1. Band, der bereits im Juni/Juli-Heft 1971 dieser Zeitschrift besprochen worden ist, wird die Geschichte der Lerntheorien anhand der wesentlichen Autoren dargestellt. In diesem 2. Band werden die zentralen Themen der modernen Lerntheorien eingehend behandelt und wird, was sehr wichtig ist, ein auf den modernen Stand ergänztes Literaturverzeichnis vorgelegt.
Wir müssen uns mit der Nennung der Themen begnügen, da ein Eingehen auf die einzelnen Themen den Rahmen einer Buchbesprechung sprengen würde. Es soll nur auf zwei Ansätze hingewiesen werden, die Beziehungen zur Psychoanalyse haben. Einmal wird im Kapitel über die Informationstheorie die Möglichkeit aufgezeigt, das psychoanalytische Konzept innerhalb einer mathematischen Konstruktion und anhand der Computertechnik darzustellen. Zum anderen werden die vielfältigen Beziehungen zwischen Pädagogik, sozialem Leben und Technologie der Lerntheorien skizziert.
Das Kapitel 11 unterrichtet über den lerntheoretischen Funktionalismus; Kapitel 12 über mathematische Lerntheorien; Kapitel 14 über die Neurophysiologie des Lernens; Kapitel 15 und 16 über neuere Entwicklungen (I. Die Grundbedingung für Lernen und Behalten, II. Unterscheidungslernen und Aufmerksamkeit); Kapitel 17