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Der Verfasser ist einer der bekanntesten Mitbegründer der lerntheoretischen Schule des „Social-Learning“. Diese Richtung kritisiert an anderen Lerntheorien deren Basieren auf Laborexperimenten. Die Theorie des „Social-Learning“ hingegen beruht auf sozialpsychologischen Feldexperimenten. Ein Beispiel hierfür ist die häufige Verwendung von Filmen in Arbeiten über die Aggression Jugendlicher. In diesen Arbeiten wird dargestellt, wie die Darbietung von Filmen aggressiven Inhalts Jugendliche zu Aggressionshandlungen provoziert. Gerade dieses methodische Vorgehen ist bei der Diskussion der Wirkung von Massenmedien auf das Verhalten Jugendlicher und Erwachsener von Bedeutung. In diesem Buch beschreibt der Verfasser die Verhaltenstherapie, welche sich aus der Theorie des „Social-Learning“ entwickelte. Das Buch führt jedoch nicht den Titel „Prinzipien der Verhaltenstherapie“, sondern vielmehr: „Prinzipien der Verhaltensmodifikation“. Diese Formulierung, also die Vermeidung des Wortes „Therapie“, stellt eine Art Konzession gegenüber dem medizinischen Therapiebegriff dar. Die Formulierung bedeutet aber auch eine Erweiterung des Begriffes, denn Modifikation ist nicht nur die Behandlung Kranker, sondern die Veränderung des Verhaltens allgemein.
Im 1. Kapitel („Causal Processes“) werden die Grundlagen der Theorie des „Social-Learning“ dargestellt. Das soziale Lernen wird als reziproker Prozeß verstanden, das heißt, das Individuum erlebt eine Art von Feedback seines Verhaltens auf die soziale Umwelt. Entsprechend dieser grundlegenden Auffassung entwickelt der Verfasser auch seine Methoden zur Änderung des Verhaltens.
Im 2. Kapitel („Value Issues and Objectives“) wird das Verhältnis des Individuums zu Werten der Sozietät behandelt. Es mutet beinahe wie die Äußerung einer gesellschaftskritischen Psychoanalyse oder Psychiatrie an, wenn gesagt wird, bei erheblicher Ausweitung einer Verhaltensstörung in einer Gruppe sei eine Veränderung des Systems notwendig, um das Individuum zu therapi