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Das vorliegende Buch des seinerzeitigen Inhabers des Lehrstuhls für Sexualwissenschaft an der Universität Gießen ist vorwiegend für die Lehrer aller Schularten bestimmt. In den einleitenden Worten zum Buch sagt der Präsident der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, daß diese Schrift als Gegenstück und Ergänzung zum Sexualkunde-Atlas zu betrachten sei. Während jener den Leser und Betrachter über biologische Tatbestände sachlich informieren sollte, ist es Aufgabe des vorliegenden Buches, die psychologischen und sozialen Konsequenzen der biologischen Gegebenheiten zu erörtern, die bekanntlich verschiedenartigen persönlichen und weltanschaulichen Interpretationen ausgesetzt sind. Das vorliegende Buch basiert auf den Erkenntnissen der Psychoanalyse, die im Laufe der letzten 70 Jahre in zahllosen Untersuchungen und klinischen Beobachtungen die Zusammenhänge zwischen Sexualität und Persönlichkeit erforscht hat. In der Einleitung wird besonders hervorgehoben, daß der Autor sich bereit gefunden hat, das Buch und jedes einzelne seiner Kapitel mit Lehrern zu diskutieren.
Der Inhalt ist in drei Abschnitte gegliedert. Im ersten werden die psychoanalytischen Erkenntnisse der psychosexuellen Entwicklung — vorwiegend Erikson folgend — geschildert; im zweiten werden Erfahrungen des Autors und der Erziehergruppen bezüglich einzelner Altersabschnitte der schulischen Entwicklung beider Geschlechter mitgeteilt. Hierbei fällt besonders die einfache, praxis-und lebensnahe Form der Darstellung auf. Im dritten Abschnitt endlich wird eine Methodologie der Sexualerziehung entworfen. Diese wird durch eine reichhaltige Bibliographie (allein 508 deutsche Titel) ergänzt. Diese Bibliographie stellt in sich eine Art von Lehrbuch der Sexualerziehung dar; die Bücher werden nicht, wie in Bibliographien sonst üblich, alphabetisch nach ihren Autoren geordnet, sondern sind thematisch und nach den möglichen Adressaten aufgegliedert. Das deutschsprachige Literaturverzeichnis wird durch 132 englisc