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Dem Anspruch nach (vgl. Seite 8 f.) will dieses Buch eine erste grundlegende Orientierung über Inhalte, Methoden, theoretische Positionen, Forschungsgegenstände und -richtungen der Psychologie und über die berufliche Situation von Psychologen geben. Es soll eine Entscheidungshilfe sein für alle, die als Studienfach Psychologie in Betracht ziehen. Die akademischen Autoren (und Lehrer) haben erfahren, daß ein solches Buch ganz besonders notwendig ist, weil ein nicht unwesentlicher Teil der Anwärter auf das Psychologiestudium sich über dessen Inhalte etc. weitgehend im unklaren ist: „Die Erwartungen des Studienanfängers über die Psychologie gehen meist sehr einseitig in Richtung auf Inhalte der Tiefenpsychologie oder Psychoanalyse. Das liegt sicher größtenteils an der vor dem Studienbeginn gelesenen Lektüre, die in der Mehrzahl der Fälle auf Werke von Sigmund Freud, in neuerer Zeit auch von Alexander Mitscherlich, beschränkt bleibt. Der ‚Steckbrief der Psychologie‘ sollte der falschen Gleichsetzung von Tiefenpsychologie oder Psychoanalyse gleich Gesamtpsychologie entgegenwirken können“ (Seite 10). Ich komme darauf zurück, warum sich die akademische Psychologie nicht mit den Gründen für das Interesse an der Psychoanalyse auseinandersetzen kann, sondern jeder Diskussion ausweicht.
Die einzelnen Kapitel sind in Anlehnung an die neue Rahmenprüfungsordnung für Diplom-Psychologen konzipiert und behandeln jeweils ein Prüfungsfach der Diplom-Vor- bzw. Hauptprüfung. Der Beitrag „Methoden“ gliedert sich in „allgemeine“ und „spezielle Methoden“ und fällt in mancher Hinsicht aus dem Rahmen. Die Kritik, die der Psychologiestudent nach etwa 2 Semestern harter Arbeit — neben den unerwarteten Inhalten des psychologischen Grundstudiums: Statistik, Methodik, experimentelle Praktika, etc. — mit etwas Glück formulieren kann, bekommt er hier vorweg als berechtigt und notwendig zugestanden. Sie läßt sich festmachen an der Diskussion in der Zeitschrift für Sozialpsychologie1, die unter der Üb