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Es handelt sich um ein biederes, leicht antiquiertes und sehr gut gemeintes Buch. Ein Blick auf das Literaturverzeichnis bestätigt das. Wir finden vor allem Klassiker der Entwicklungspsychologie, der philosophischen Anthropologie, der Psychologie überhaupt — und es scheint, als hätte es die moderne Sozialpsychologie und Soziologie nie gegeben. Der Autor bestätigt unser Urteil auch im Vorwort, wo er die Klassiker der Entwicklungspsychologie (K. und Ch. Bühler, Erich und William Stern, O. Kroh, W. Hansen und E. Spranger) als seine Gewährsmänner nennt. Das Buch bleibt einer philosophisch-anthropologischen Sicht, einer Sinngebung des Jugendalters und seiner Sozialpsychologie verhaftet. Es besteht aus vier großen Kapiteln: Grundsätzliche Voraussetzungen; Sozialpsychologie des Familienlebens und der Familienerziehung; Sozialpsychologie des Kindergruppenlebens; Sozialpsychologie des Jugendgruppenlebens. — Um nur ein Beispiel zu geben: der Autor spricht bei den „unvollkommenen Familien“ von der Scheidungsfamilie, von der unehelichen Mutter etc. Er berührt dabei nicht die in jeder dieser Formen mitgegebene zeitgenössische soziale Problematik, sondern hält an einer Natürlichkeitsideologie fest. Abgesehen von dieser Position des Verfassers hat das Buch zweifellos informativen Wert.