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Die Tradition des Jahrbuches für Jugendpsychiatrie und ihre Grenzgebiete geht leider mit dem VIII. Band zu Ende. Gleichwohl wird der Verlag die Publikation als „Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie“ weiterführen. Herausgeber und Schriftleitung erhoffen sich damit größere Möglichkeiten in der einheitlicheren und aktuelleren Gestaltung des Einzelheftes.
In dem vorliegenden Band ist unter den Originalarbeiten der Beitrag von Remschmidt und Dauner zur Ätiologie und Differentialdiagnose depressiver Zustandsbilder bei Kindern und Jugendlichen — mit einem sehr umfangreichen Literaturverzeichnis — besonders hervorhebenswert. Sie orientiert über klassifikatorische Einteilungsschemata, ätiologische Untersuchungen und Berichte über 37 eigene Patienten mit endogenen phasischen Psychosen.
Nissen setzt sich mit den passageren Zwangsphänomenen im Kleinkindesalter auseinander, die als instinktgebundene, entwicklungsbedingte oder phasenspezifische physiologische Verhaltensformen angesehen werden. Über die Somatogenese von Charakterstörungen gibt Koch eine Genese und Bewertung des sog. „Steckbajonett-Fingers“. Aus dem Bereich der Sozialpsychiatrie berichtet Rave-Schwank über den Aufbau eines psychiatrischen Beratungsdienstes in einem Fürsorgeerziehungsheim der öffentlichen Jugendhilfe.
Über die Beziehungen von Drogenabhängigkeit und Familienkonflikten berichten Strunk und Remschmidt; sie beziehen sich dabei auf 35 eigene Patienten, deren Dissoziation überwiegend dem Formenkreis der Verwahrlosung zuzuordnen ist. Über einen Anamnese-Fragebogen, der von den Eltern selbst ausgefüllt wird, berichten Kornmann und Schenk am Beispiel der frühkindlichen Hirnschädigung bei fehlender Schulreife. Die Übersichtsreferate gelten den Risiko-Kindern (Lesigang), Problemen der körperlichen und seelischen Kindes-mißhandlung (Stutte) und den ätiologischen Aspekten bei Epilepsien im Kindes- und Jugendalter (Kollrack). Die sehr breite Streuung der behandelten Problemkreise läßt die Fortführung des Ja