You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Lorenzer erörtert einleitend die Schwierigkeiten, die sich für die — auf der Basis eines vergleichsweise einheitlichen Therapie-Theorie-Systems operierenden — Psychoanalytiker ergeben, die den interdisziplinären Dialog mit den überaus heterogenen heutigen Sprachtheorien aufnehmen möchten. Anschließend wird gezeigt, wie die unbedachte Übernahme der Sprachspiel-Konzeption Wittgensteins positivistischen Fehlinterpretationen des psychoanalytischen Verfahrens Vorschub leistet, und wie dagegen gerade das erweiterte Konzept des Sprachspiels eine Möglichkeit eröffnet, die psychoanalytisch orientierte Erforschung von Sozialisationsprozessen mit der Strukturanalyse gesellschaftlicher Systeme in Konnex zu bringen. Psychoanalyse ist kein „Sprachspiel“, sondern Arbeit an der Revision von Sprachspielen.