You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die physiologische Psychologie hat in den letzten beiden Jahrzehnten erhebliche Erkenntnisgewinne verzeichnet, wobei die Forscher der McGill-Universität (D. O. Hebb, James Olds) keinen geringen Beitrag lieferten. Mit dieser Universität sind, durch Ausbildung oder gegenwärtige Tätigkeit, auch die Herausgeber dieses Taschenbuchs verbunden, in dem vierzehn im genannten Zeitraum (u. a. in der Psychological Review und dem Journal of Comperative and Physiological Psychology) veröffentlichte Arbeiten zur psychophysiologischen Motivationsforschung gesammelt sind. Sie lassen sich in etwa drei Kategorien einteilen: solche, die sich mit einem allgemeinen energetischen System befassen, das aller Aktivität des Organismus zugrunde liegt; solche, die die Regulationsweisen einzelner, spezifischer Triebe (Hunger, Durst, Sexualität) untersuchen; und schließlich solche, die die Organisation der positiven und negativen Verstärkungssysteme sondieren. Diese Einteilung reicht allerdings nicht aus, will man dem hier ebenfalls abgedruckten integrativen Ansatz von Holsts gerecht werden. Hervorzuheben sind außerdem der am Anfang stehende Artikel (ursprünglich eine Rede) von D. O. Hebb, in dem dieser einen kritischen Überblick über drei Epochen psychophysiologischer Denkmodelle in der Motivationstheorie gibt und an den Grundannahmen des Behaviorismus einiges aussetzt; sowie die „Pleasures of Sensation„, ein souveräner Essay von Carl Pfaffmann, in dem die eigenen Arbeiten in einer Weise dargestellt werden, daß man in der Fragestellung die von den britischen Empiristen heraufziehende psychologiegeschichtliche Linie erkennt. So betrachtet ist die moderne Psychophysiologie den bei Locke und Hume liegenden Anfängen der Psychologie näher als jene bekanntere Psychologie, von der die Autoren einleitend schreiben: „Das vorherrschende Interesse der experimentellen Psychologie in den frühen Jahren dieses Jahrhunderts, ob es nun durch den Behaviorismus Watsons oder Pawlows Theorie des konditionierten Refl