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Während in den Anfängen der Psychologie (Wundt, James) und im ersten Viertel dieses Jahrhunderts die Gefühle (Emotionen, Affekte, feelings, sentiments) durchaus zu den Gegenständen der wissenschaftlichen Reflexion zählten und nicht zuletzt in der französischen psychopathologischen Schule eine zentrale Stellung einnahmen (von der die Verbindung zu Freud und schließlich zu Rapaport reicht), sind sie seit den dreißiger Jahren in der behavioristischen Versenkung verschwunden; die deutschen, philosophisch-anthropologischen Schichtenlehren der Persönlichkeit („endothymer Grund„) der Jahre zwischen 1930 und 1950 konnten von ihrem Ansatz und ihrer wissenschaftsgeographischen Lage her zu keiner Zeit ernsthaften Einfluß auf die Entwicklung nehmen. Neuerdings machen sich jedoch Anzeichen einer Wiederkehr bemerkbar, das sich einerseits aus dem immanenten, den strengen Reiz-Reaktions-Rahmen sprengenden Fortgang der Forschung, anderseits aus den Sinn- und Erlebnis-problemen der zeitgenössischen gesellschaftlichen Szene erklären, wonach die Probleme der Zvilisation (wie Apathie und Gewalt) in Wahrheit Probleme der Emotionen seien.
Das Buch Izards „The Face of Emotion„ — das übrigens nicht nur im Titel, sondern auch von einigen basaleren Prämissen her an Lerschs „Gesicht und Seele„ erinnert — bezeugt diese Wiederkehr, indem es als „distinguished manuscript in psychology„ die besondere Jahresauszeichnung seines Verlages erhalten hat (der zugleich der Hausverlag der Skinner-Schule ist). Vom Inhalt her bietet es, nach den Büchern von Magda Arnold (die als erste und ziemlich allein die umfassendere Beschäftigung mit der Psychologie der Emotionen nach 1945 wieder aufgenommen hat) einen guten Überblick über eine Reihe neuerer (1945 ff.) Versuche, den Emotionen einen Platz in der Theorie und Forschung zuzuweisen; sodann eine weitere Übersicht über die Ausdrucksforschung, die zu dem Anlage/Umwelt-Problem überleitet und damit zu dem der Lerntheorie gegenüber kritischen Ansatz des Autors, dem