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Der Titel dieser Habilitationsschrift läßt mit ‚systematischen Tendenzen‘ den theoretischen Hintergrund erkennen, von dem aus die psychologischen Prozesse bei Persönlichkeitsbeurteilungen untersucht werden. Die statistische Konzeption zielt darauf ab, die Gleichartigkeiten bei Persönlichkeitsbeurteilungen zwischen Beurteilern, zwischen den Urteilen eines einzelnen oder zwischen Urteil und Beurteiltem zu erfassen.
Es handelt sich also um einen Forschungsbereich der Psychologie, „der in der angelsächsischen Literatur zumeist unter dem Kennwort ‚person perception‘ oder ‚person Cognition‘ abgehandelt wird. Zwischen diesen beiden Bezeichnungen — aber auch zwischen ihnen und den Begriffen interpersonal perception‘, ‚social perception‘, ‚social Cognition‘, ‚social judgement‘ oder ‚impression formation‘ — wird bislang nicht systematisch unterschieden.„ (S. 1)
Im Einleitungskapitel wird versucht, ansatzweise auf verschiedene Entwicklungen einzugehen, die bislang zur Erforschung der systematischen Tendenzen wichtige Beiträge erbracht haben. Die Beziehung zwischen Urteil und Beurteiltem ist Gegenstand der meisten Arbeiten. Der Urteilsprozeß selbst mit seinen Zwischenstufen und der Abhängigkeit von Bedürfnissen, Wünschen und Erwartungen und den Beeinflussungen durch Abwehrfunktionen und Anpassungsbereitschaften geriet erst in den Mittelpunkt des Interesses bei der Auseinandersetzung um die Validität der projektiven Tests. Die Frage, auf welche anderen Beurteilungsbedingungen sich die jeweiligen Befunde wohl mit welcher Berechtigung übertragen lassen, bleibt unbeantwortet, weil „es die bislang zur Verfügung stehenden multivarianten Prüfverfahren der Statistik nicht gestatten, auch nur die wichtigsten Wechselwirkungen zwischen Beurteilern, beurteilten Personen, zur Verfügung stehenden Informationen, erfragten Persönlichkeitsaspekten und jeweiliger Form der Aufgabenstellung gleichzeitig in den Griff zu bekommen und bezüglich ihrer relativen Bedeutsamkeit abzuschätzen.„
Unter diesen U