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Wer. Bion kennenlernen will, sollte mit dem Buch „Experiences in Groups“ beginnen, das jetzt auch in deutscher Übersetzung vorliegt, und dann zu dem Sammelband „Second Thoughts“ greifen, bevor er sich der Reihe der Bücher zuwendet, die mit „Learning from Experience“ beginnt und mit „Elements of Psychoanalysis“, „Transformations“ und schließlich mit dem hier zu bespre-chenden Buch fortgesetzt wird, das eine kurze, klare Zusammenfassung der früheren Ergebnisse enthält.
Bion möchte eine Theorie entwickeln, die in der Lage ist, das Wesen der psychoanalytischen Erfahrung zu erklären. Deswegen war es nötig, die Grenzen zwischen Medizin und Psychoanalyse abzustecken: „Der Gegensatz zwischen Medizin und Psychoanalyse wird besonders darin deutlich, daß der Arzt von den Erfahrungen, die durch die Sinnesorgane vermittelt werden, abhängig ist, im Gegensatz zum Psychoanalytiker, dessen Eindrücke in der Analyse nicht-sinnlicher Natur sind. Der Arzt kann ‚sehen‘, ‚riechen‘ und ‚berühren‘; die Empfindungen des Psychoanalytikers hingegen werden nicht durch ‚sehen‘ oder ‚berühren‘ vermittelt. Angst hat keine Gestalt, keine Farbe, noch Geruch oder Ton. Der Einfachheit halber schlage ich den Ausdruck ‚intuieren‘ vor, der im Arbeitsgebiet des Psychoanalytikers dem entspricht, was für den Arzt die Sinneswahrnehmungen sind.“
Um das hier gleich vorwegzunehmen: es handelt sich für Bion nicht um extra-sensorische Eindrücke, obwohl die analytischen Daten nach Bion nicht-sinnlicher Natur sind. Es kann gar kein Zweifel darüber bestehen, daß der Patient dem Analytiker durch die Sinnesorgane etwas vermittelt, aber was er vermittelt, sind nicht die direkten Sinneseindrücke, sondern deren symbolische Bedeutung,