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Als Studientext für den gleichnamigen Kurs der Open University, der englischen Rundfunkuniversität, entstanden, sammelt dieser Band Aufsätze, die zum größten Teil in Science, in Nature und im Scientific American erschienen sind, ergänzt durch Ausschnitte aus systematischen Monographien. Der Leser wird folglich auf dem Niveau eines anspruchsvollen Wissenschaftsjournalismus, das heißt aber immerhin noch auf einem fairly nontechnical level, mit dem Bild vertraut gemacht, das sich die zeitgenössische Wissenschaft von den neuralen Strukturen und Funktionsweisen des Organismus macht, von der Synapse angefangen über die Gliederungen des Zentralnervensystems bis hin zu Ansichten über das Leib-Seele-Verhältnis.
Der Sammlung der diversen Aufsätze — unterteilt in „Struktur, Funktion und Entwicklung des Nervensystems“, „Sinnesprozesse und Wahrnehmung“, „Emotion und Motivation“, „Lernen, Gedächtnis und Intelligenz“, „Soziales Verhalten“ und „Modelle, Maschinen und Bewußtsein(e)“ — liegt dabei ein integrativer Anspruch zugrunde, der zwar nicht bis zu den hinteren Abschnitten durchgehalten werden kann, der aber wichtig und repräsentativ genug ist, um nicht übergangen zu werden. Er besteht darin, Biochemie, Physiologie, Entwicklungsbiologie, Verhaltensforschung und experimentelle Psychologie in der neuen Einheitswissenschaft „Neurobiologie“ zusammenzuführen. Das ist eine in sich zuversichtliche Wissenschaftsintegration, die von den Sozialwissenschaften, die ihrem eigenen Integrationsanspruch und -verständnis folgen, bisher kaum so richtig zur Kenntnis genommen wurde. Es wäre gut, wenn sie sich, zum Beispiel anhand dieses „Sachbuchs“, über die Konkurrenz informieren würden. Es enthält übrigens auch kluge, weil methodische Auseinandersetzungen mit den Thesen von Jensen (über die Angeborenheit der Intelligenz und deren Unterschiede) und Lorenz (über das sogenannte Böse).