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Dem interessierten Leser — nämlich dem, für welchen Schramls Lehrbuch gedacht ist — wird es, wenn er diese Besprechung im Druck vor sich sieht, längst schon bekannt sein. Tatsächlich empfiehlt es sich selbst. Für jenen größeren Teil der Psychologen, der nach der Universitätsausbildung seinen je einzelnen Weg in die klinische Praxis geht, von der er sich kaum — aus Stücken der Erfahrung, die er manchmal nicht weniger zufällig als systematisch gewinnt — eine vollständige Vorstellung machen kann, und auch für jene Berufe, die den klinischen Psychologen in ihrer Nähe, aber möglicherweise nicht so recht in ihrer Vorstellung haben, hat Schraml das fragliche Puzzle zum Text zusammengestellt. Er hatte dazu die Spezialbeiträge von — unter Einschluß seiner selbst — fünfundzwanzig Fachleuten, und zwar nicht nur Psychologen diverser Arbeitsrichtungen, sondern, als Ausdruck eines „plurifakultativen Anliegens“, auch von Vertretern der Sozialmedizin, Sozialpsychiatrie, Kinderpsychiatrie, analytischen Kinderpsychiatrie, Psychoanalyse, Gruppenpsychiatrie und klinischen Psychiatrie. Das Spektrum der diagnostischen Mittel, repräsentative Ansätze und Formen der Therapie, wichtige Variablen, Aspekte der beruflichen Situation und Zusammenarbeit und nicht zuletzt soziale Bedingungsfaktoren von Krankheit und Behandlung werden vorgestellt: am Schluß findet sich sogar, unter den Stichworten „Status, Rolle und Identität“, so etwas wie eine vom Herausgeber selbst verfaßte kleine Soziologie des klinischen Psychologen (der sich berufsständische Fragen anschließen) — übrigens ein soziologisches Zeichen für das nicht (in einer Tradition wie derjenigen der Medizin) gesicherte berufliche Selbstverständnis wie gleichzeitig auch für den Beginn seiner Konstituierung.
Es bleibt noch zu sagen, daß die einzelnen Beiträge „hier mehr praktisch, dort mehr wissenschaftlich“ (S. 17), einheitlich aber an der klinischen Arbeitssituation orientiert und sympathisch pragmatisch — auf die Diagnose, Behandlung und For