You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In psychoanalytischer Betrachtung erscheint die Zeit vor allem als eine synthetisierende Potenz im Seelenleben. Sie wird durch die Verschränkung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft konstituiert, — gilt also weder als eine Dimension der objektiven Realität (physikalische Zeit), noch als „reine Anschauungsform“ im Sinne Kants, Loewald demonstriert die psychoanalytisch relevante Zeiterfahrung an den Phänomenen des Ewigkeits-Erlebens (nunc stans) und der Zeit-Fragmentierung. Er weist darauf hin, daß die Wendung zur Ich-Psychologie auch eine Änderung der der psychoanalytischen Theorie implizierten Zeitperspektive mit sich brachte.