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Nach einer Intervallzeit von über 10 Jahren seit dem Erscheinen der amerikanischen Originalausgabe liegt nun die deutsche Übersetzung vor. Das Buch ist inhaltlich aufgegliedert in sieben Kapitel, wovon das 3. (Die Phasen der Adoleszenz) und das 4. (Das Ich in der Adoleszenz) ob ihrer zusammen-fassenden und erweiterten Darstellung der psychoanalytischen Entwicklungs-theorie besondere Beachtung verdienen.
Es würde zu weit führen, das Buch in seinem Inhalt zu referieren. In der Gesamtbeurteilung können nur einzelne Komplexe positiv hervorgehoben werden, die m. E. in der entsprechenden Literatur bisher vernachlässigt worden sind. Der klare Stil und die didaktische Gekonntheit zeichnen auch die Übersetzung aus, wenngleich durch einige Anglizismen Nova der psychoanalytischen Terminologie geschaffen werden (z. B. Fixation, libidinal, Vater-Image).
Die außerordentlichen Schwierigkeiten der Adoleszenz werden dargestellt, wobei versucht wird, „die nicht-pathologischen Aspekte dieser Entwicklungsphase während derer die Persönlichkeit schon normalerweise viele scheinbar pathognomonische Züge zeigt, zu verstehen und zu werten“ (S. 105), Der Autor verspricht sich eine Intensivierung der Untersuchungen über diese entscheidende Lebensphase, vergleichbar den Untersuchungen über das Säuglings- und Kleinkindalter.
Die Hauptprobleme der Persönlichkeitsentwicklung während der Adoleszenz werden in Besetzungsverschiebungen ausgemacht, die sowohl mit inneren Objekten als auch mit dem Selbst verbunden sind und „als relevante Indikatoren für psychische Veränderungen oder Fortschritt“ gelten können. Es scheint mir wichtig zu betonen, daß der Autor das Oszillieren von Selbst- und Objektbesetzung nicht primär unter dem energetischen, sondern unter dem Aspekt der Verschränkung von narzißtischer und Triebentwicklung beschreibt und durch Fallbeispiele anschaulich zu illustrieren weiß. Die beiden vorherrschenden Themen der Adoleszenz, die Wiederbelebung des Ödipuskomplexes und die Ablösung von den pr