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I. „Dieses Buch unternimmt den Versuch, einige der Hauptwerke der psychoanalytischen Literatur über den Ursprung und die Natur des Geldes zum erstenmal zusammenzutragen und kritisch zu kommentieren“ (9). Als Materialsammlung hat es drei Teile: „Teil I: Studien zur Analtheorie des Geldes“ (Freud, Dattner, Ferenczi, Coriat, Jones, Abraham), „Teil II: Kulturgeschichtliche, altertumswissenschaftliche und ethnologische Studien zur psychoanalytischen Geldtheorie“ (Harnik, Reik, Desmonde, Roheim, Posinsky), „Teil III: Psychoanalytische Studien des Geldes außerhalb der Analtheorie“ (Kaufmann, Blanton, Bergler, Suttie, Ginsberg, Isaacs, Marshall, Amar, Schilder). Hinzu kommen eine „Bibliographie psychoanalytischer und psychologischer Schriften zur Geldtheorie“ sowie eine „Bibliographie zum Ursprung und zur Geschichte des Geldes“. Der kommentierende Teil des Buches umfaßt Beiträge von Borneman: die Einleitung: „Zur Psychoanalyse des Geldes“ und das Schlußwort: „Der Midaskomplex“.
Das von Borneman (ursprünglich Ernst Bornemann, siehe dazu die Autorenbiographie, S. 467) in Deutsch verfaßte Werk, dessen fremdsprachige (englische, amerikanische, französische) Beiträge von Eva Bornemann und Eva Moldenhauer ins Deutsche übersetzt worden sind, ist nur in zweiter Linie ein klassisches Quellenbuch. Allenthalben trägt es die Spuren von Bornemans intellektuellem Temperament: in der Literaturauswahl, mehr noch in deren kritischer Vorstellung, und am meisten in der Einleitung und im Schlußwort, die, entschieden mehr als bloße Kommentare zur Literaturauswahl, sich zu isoliert lesbaren, über hundert Seiten umfassenden Abhandlungen ausgeweitet haben. Da es sich also im ganzen um einen Borneman handelt, liegt es nahe, die Rezension darauf und nicht auf die ohnedies (S. 53-84!) vorrezensierte Quellensammlung abzustellen.