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„Verstehen“ ist uns womöglich als berufsspezifische Leistung des Analytikers besser bekannt denn als Vorgang in alltäglichen Interaktionen, ohne den sie zusammenbrechen würden. Man kann mit Fritz Heider (The Psychology of Interpersonal Relations) tatsächlich darüber staunen, daß die naive interpersonelle Psychologie überhaupt, im großen und ganzen, funktioniert. Allerdings stehen neben Verständnissen Nichtverständnisse (für die im klinischen Fall das Verstehen des Therapeuten angerufen wird). Die Interpersonal Perception Method (IPM) der Autoren, eine Fragebogenmethode, operationalisiert gewissermaßen dieses Verstehen und Mißverstehen, indem sie Ehepartner (als Glieder einer dyadischen Interpersonalität) je einzeln zu Feststellungen von der vielfältigen Form „Sie liebt mich“; „Ich liebe sie“; „Sie liebt sich“; und „Ich liebe mich“ (für die Frau entsprechend: „Er liebt mich“, usw.) nach dem Modus richtig/falsch Stellung nehmen läßt, und zwar in direkter Perspektive (Meinung des Befragten über den Sachverhalt), Metaperspektive (Meinung des Befragten über die Meinung des Partners zum Sachverhalt) und Meta-Metaperspektive (Meinung des Befragten über die Meinung des Partners, die dieser von der Meinung des Befragten zum Sachverhalt hat). Die Ergebnisse dieser Art von Meinungs- bzw. Verständnisumfrage lassen sich dann auf verschiedenen Ebenen intra- und interpersonell einander gegenüberstellen, wobei es beim Vergleich der direkten Perspektiven der beiden Partner um „Übereinstimmung“ bzw, „Nichtübereinstimmung“, beim Vergleich der Metaperspektive des einen Partners mit der direkten Perspektive des anderen Partners um „Verstehen“ bzw, „Mißverstehen“, und beim Vergleich der Meta-Metaperspektive des einen Individuums mit der Metaperspektive des anderen Individuums um „Realisation“ (durch A, nämlich des Verstehens oder Mißverstehens auf seiten von B) oder „Ausbleiben der Realisation“ geht; stimmen direkte und Meta-Metaperspektive eines und desselben Individuums miteinander übe