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Wir sind gewohnt, zwischen empirischer und theoretischer Soziologie zu unterscheiden; neuerdings wird wohl noch eine Gesellschaftswissenschaft hier einzuordnen sein, welche mehr in der Nähe von Politologie und Historie ihren Platz hat. Die Soziologie, welche in diesem Buch dargestellt wird, steht in direkter Verwandschaft zur behavioristischen Psychologie, zu den Lerntheorien. Der erste Teil heißt „Foundations for the Experimental Analysis of Social Process“. In den einzelnen Kapiteln dieses Teiles werden uns Reinforcement, Punishment und Reward in ihrer Bedeutung für die Entstehung sozialer Prozesse dargestellt. Dabei basieren die Arbeiten der Autoren dieser Kapitel vorwiegend auf Laborversuchen. Es erscheint von Interesse, lerntheoretische Ansätze mit klinischen Erfahrungen aus der Psychoanalyse zu vergleichen: Zum Beispiel weisen die Autoren im einführenden ersten Kapitel darauf hin, daß Verstärkung sich meist nicht nur auf eine eng umschriebene Gegebenheit bezieht, sondern vielmehr eine Klasse von mit dieser Gegebenheit verwandten Ereignissen betrifft. Ähnlich verhält es sich ja auch mit dem psychoanalytischen Begriff der Übertragung; hier werden Gefühle und Erfahrungen mit frühen Beziehungspersonen nicht auf exakt gleiche Personen, sondern auf eine Klasse von Personen mit verwandten Erlebnisqualitäten übertragen.