You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Das Buch befaßt sich mit dem Altersabschnitt von 40-60, der von den Autoren das „mittlere Lebensalter“ genannt wird. Es ist eine „transkulturelle“ Studie und fungiert als Veröffentlichung der World Federation of Mental Health; der derzeitige Präsident dieser Vereinigung, der holländische Psychiater Rümke, schrieb daher auch das Vorwort. Der vorliegende Band ist der vierte in einer Reihe, deren einzelne Titel lauten: Mental Health in a Changing World , Mental Health and Contemporary Thought , Mental Health in the Service of the Community .
Das Thema dieses Bandes ist vor allem ob der Seltenheit der Bearbeitung interessant, während verständlicherweise den Altersstufen Kindheit und Jugend und neuerdings auch dem Greisenalter zahlreiche Untersuchungen gewidmet sind, finden wir für den mittleren Lebensabschnitt nur wenige Publikationen. Dabei sind zwei historisch-soziologische Momente bemerkenswert: Die Schicht des heutigen, von der Jugend so genannten „Establishments“ gehört meist dem mittleren Lebensalter zu; zum anderen wird durch die Veränderung in der Arbeitswelt, u. a. durch die Einschaltung von Computern in den Arbeitsprozeß, die Bedeutung der Erfahrung relativiert.
Wie Rümke in seiner Einleitung bemerkt, sind die meisten Studien, die heute existieren, der zweiten Hälfte des mittleren Lebensabschnitts, dem Klimakterium, gewidmet; diese Studien sind vorwiegend von Gynäkologen, Endokrinologen und Psychiatern durchgeführt und publiziert worden und beschäftigen sich daher vorwiegend mit der Frau. Das vorliegende Buch hingegen beschäftigt sich ausschließlich mit dem Mann im mittleren Alter und besitzt somit doppelten Seltenheitswert. Es scheint uns sehr richtig, wenn sich die Autoren getrennt mit den über dieses Alter verbreiteten Stereotypien und den objektiven Daten beschäftigen. Stereotypien existieren nicht nur, sondern sie verändern auch das Verhalten und die Erwartungen anderer. — An objektiven Daten bringen die Autoren solche aus der allgemeinen Physiologie, der S