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M. Mannonis viertes Buch in der von Jacques Lacan herausgegebenen Reihe „Le champs freudien …“ berichtet über einen 1969 begonnenen Versuch (s. publiziertes Dossier), Kindern, die auf verschiedene Art gestört sind (psychotische, debile, autistische und „normale“ Kinder, die in der Schule große Schwierigkeiten
haben) einen Ort zu bieten, wo sie leben können, keine Institution, sondern eine „institution éclatée“ (gesprengte Institution), die den Kindern erlaubt, ihr Symptom, den Zustand des Gestörtseins, zu verlassen und in gewissem Rahmen befriedigende soziale Beziehungen aufzunehmen. Dieses Konzept geht aus dem von Fernand Deligny 1938 geschaffenem Konzept des „lieu d'existence“ hervor. Ort ist Bonneuil-sur-Marne, eine kleine Schlafstadt der Pariser Banlieu. Die Kinder werden morgens im Bus abgeholt, abends in ihre Familien oder in die Familien, wo sie in Pension sind, zurückgebracht. Tagsüber „leben“ sie im Haus und Garten von Bonneuil und tun, was sie wollen. Einziges Gesetz ist, daß man niemandem schaden und niemandes Leben bedrohen darf. Die Kinder spielen, besorgen Haushalt und Garten, verwalten das Geld für den täglichen Bedarf, nehmen an Fernkursen teil, arbeiten ein- oder zweimal in der Woche einige Stunden bei einem Handwerker, im Restaurant oder Supermarkt. Wichtig sind die Aufenthalte, die zum Programm von Bonneuil gehören, bei Bauern in den Cevennen, der Dordogne und die Ferien in der Bretagne. Das Personal, M. Mannoni und R. Lefort, die Gründer Rose-Marie und Yves Guerin, ein Erzieherehepaar, und Stagiaires, Studenten aus Frankreich und dem Ausland, helfen überall mit, spielen mit den Kindern und versammeln sich zweimal wöchentlich zu Diskussionen über aktuelle Probleme von Bonneuil und zu analytischen Gesprächen, deren Protokolle teilweise in dem Buch publiziert sind. So wenig es eine Schulpflicht gibt, so wenig gibt es eine Therapie oder Therapiepflicht. Wünschen es die Kinder, werden sie analytisch behandelt, außerhalb Bonneuils. Medikamente werden