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Auch ein wissenschaftliches Werk kann menschlich, politisch und moralisch faszinierend sein. Das deutet die Autorin an, indem sie im Titel ihres Buches auf einen Ausspruch Martin Luther Kings hinweist. Der Vorkämpfer der Rassengleichheit tat diesen Ausspruch anläßlich einer Kundgebung am Lincoln-Denkmal in Washington im August 1963; er gab damit den wesentlichen Inhalt einer Traumvision wieder. Das Buch dokumentiert ein interessantes Phänomen, nämlich daß die Psychoanalyse, wie intentionsfrei und rein wissenschaftlich sie auch immer gehandhabt werden mag, eine befreiende Funktion hat. Das lehren die Publikationen von Freud biszur Gegenwart, z. B. diejenigen von Adorno, Mitscherlich und Erikson. Aufgabe, Ziel und Möglichkeit der Psychoanalyse ist es, auf individuelle und kollektive politische Schwierigkeiten klärend und damit lösend zu wirken. Es erscheint uns aber falsch und problematisch, wenn die Psychoanalyse in den Dienst einer bestimmten politischen Konzeption gestellt wird, wie es z. B. W. Reich tat. In diesem Buch wird das sehr deutlich. Die Autorin zeigt die Wirkung von Problemen, die sich aus der Rassentrennung ergaben, auf solche, die individuell in der präödipalen Phase entstanden. Soweit also die grundsätzliche Position des Buches.