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Parin macht die Notwendigkeit plausibel, entgegen der herrschenden Tradition die psychoanalytische Deutungsstrategie am Horizont der Gesellschaftskritik zu orientieren. Er zeigt anhand von Fall-skizzen, daß häufig die kompensatorische Angleichung an bestimmte soziale Gruppen (und die Übernahme von deren Ideologien) zu einer Art Pseudoheilung führt. Die Restneurose bleibt während der Therapie latent, sofern nicht der Psychoanalytiker auch diesen sozialkonformen Anpassungskompromiß der Realitätsprüfung unterzieht, statt die Auseinandersetzung mit der sozialen Realität dem wiederhergestellten Patienten zu überlassen. Das psychoanalytische „Hilfsich“ — der mit den abgewehrten Triebregungen verbündete Therapeut — darf nicht selbst gesellschaftsblind sein; die psychoanalytische Ausbildung ist entsprechend zu reformieren.