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In einem 100 Seiten umfassenden Tonbandmanuskript erhält der Leser unmittelbar Einblick in „Angst und Aggression in einer psychoanalytischen Gruppe bei der Bearbeitung ödipaler Konflikte“ (D. Ohlmeier), kann das Examensreferat Fritz Riemanns über „Zwanghafte Weinkrämpfe und neurotische Hemmungen bei einer hypomanisch-depressiven Persönlichkeit“ als historisches Dokument kennenlernen und etwas über die Schwierigkeiten der Anwendung von halluzinogenen Drogen in einer psychoanalytisch orientierten Therapie von Jörg Scharff erfahren. Anwendungen der Psychoanalyse im sozialen Feld werden ebenso erörtert wie Probleme der psychoanalytischen Ausbildung; letzteres anhand kritischer Untersuchungen aus Berlin und Hannover mit wörtlicher Wiedergabe eines Dialogs zwischen Analytikern und Ausbildungskandidaten. H. Kächele stellt Überlegungen an über den Unterricht in der Psychotherapie für Medizinstudenten, während Karl König die neue korrigierende emotionelle Erfahrung neben der Einsicht in unbewußte Zusammenhänge als wesentlichen Wirkfaktor der Psychoanalyse ansieht.
Überblickt man alle bislang erschienenen Hefte, so läßt sich insgesamt sagen: Die weiteren Lieferungen bestätigen die unterschiedliche Provenienz und das verschiedene Niveau der Beiträge (vgl. die Rezension der 1. und 2. Lieferung, H. 1—3 in PSYCHE 28, H. 2, S. 176 f.). Die „Materialien“ füllen aber in der Tat eine Lücke im einschlägigen Zeitschriftenmarkt, denn wo sonst könnten lange, wörtlich wiedergegebene Fallberichte und Diskussionen erscheinen, ohne deren Vermittlung Ausbildung und Fortbildung nicht möglich sind? Die Zeitschrift hat insofern eine wichtige publizistische Aufgabe.