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Die von Freud und Abraham entwickelte klassisch-psycho-analytische Aggressions-Depressions-Theorie des Selbstmords deckt die typischen Phänomene der Suizid-Handlung (u. a. die charakteristische Diskrepanz zwischen dem Wissen um die Realität des Todes und den Todes-Phantasien) nur unvollständig. Henseler schlägt daher vor, die traditionelle Theorie — gestützt auf entsprechende Ansätze bei Freud selbst — im Sinne der heutigen Theorie des Narzißmus (die er in ihren Hauptzügen resümiert) zu ergänzen. In diesem Kontext gilt ihm die Suizid-Handlung wesentlich als Abwehr einer narzißtischen Katastrophe durch Agieren der Wunschphantasie einer Rückkehr zum harmonischen Primärzustand.