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Heft 1: In seinem Beitrag „Der Traum und das Selbst des Menschen“ beschreibt H. Dieckmann anhand therapeutischen Materials, wie das Selbst, hier verstanden als archetypischer Organisator, in Träumen als göttliche Gestalt auftritt, z. B. entsprechend dem Sohn-Geliebten altmittelmeerischer matriarchalischer Kulte. Diese Imago Dei müsse eine Reifung durchlaufen, um eine Ablösung vom Archetyp der Magna Mater zu finden. Der Gegenübertragung des Analytikers als Erkenntnisquelle wird hier besonderes Gewicht beigemessen.
R. Blomeyer weist auf die Wichtigkeit der Persona als immanenten Teils der Persönlichkeit hin; sie dürfe nicht nur als falsche Maske gesehen werden.
Th. Seifert stellt in „Die Gruppentherapie im Rahmen der Analytischen Psychologie“ den archetypischen Gegensatz „Individium — Kollektiv“ heraus. Man dürfe diese Polarität nicht rein negativ sehen. Die therapeutische Gruppe ermögliche z. B. die Bewußtmachung kollektiver Inhalte, lasse Einstellungstypen erkennen, führe zu einer Begegnung mit dem „Schatten“ und mit archetypischen Phänomenen.
Andere Arbeiten aus dem Grenzgebiet von Theologie und Tiefenpsychologie sind z. B. „G. Wehr: Tiefenpsychologische Bibelinterpretationen als Aufgabe“ und „A. Köberle: Ursache und Heilung ekklesiogener Neurosen“. — Beide Hefte enthalten Tagungsberichte und Buchbesprechungen.