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Unspezifische psychische Heilmittel gehörten von jeher zum Instrumentarium der ärztlichen Praxis. Wo sie nicht ausreichen, ist eine Psychotherapie geboten, die krankmachende psychische Dispositionen ändert. Solche Dispositionen bestehen wesentlich aus im Umgang mit „signifikanten Anderen“ (G. H. Mead) erworbenen Fähigkeiten und Unfähigkeiten zur Bewältigung problematischer Situationen. Von ihnen hängt die Selbständigkeit (das „narzißtische Gleichgewicht“) der handelnden Subjekte ab. Diese Dispositionen werden in der Wechselbeziehung Arzt—Patient aktualisiert und bearbeitbar. Das Training in Balint-Gruppen eröffnet Möglichkeiten zu gezielter psychotherapeutischer Intervention im Rahmen der normalen ärztlichen Praxis.