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Die Autorin versucht, ausgehend von ihren Erfahrungen bei der Therapie von Kindern und Jugendlichen, deren Möglichkeiten und Grenzen zu bestimmen. Die therapeutische Beziehung ermöglicht innerhalb gewisser Schranken — für viel zu wenige bedürftige Kinder — die kompensatorische Korrektur spezifischer Sozialisationsdefizite. Die heute bei kindlichen Patienten vorherrschenden neurotischen und nicht-neurotischen Störungen werden freilich selbst nur auf dem Hintergrund von veränderten sozialen Definitionen der Frauenrolle und von veränderten Funktionen von Kindern für den psychischen Haushalt ihrer Eltern und die Anpassungsleistungen von Familiensystemen verständlich. Insofern muß der Blick des Therapeuten über die Unmittelbarkeit des Arzt-Patient-Verhältnisses hinausreichen, was eine Reform der Ausbildung erforderlich macht.