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Die Autoren berichten ausführlich über die Ergebnisse ihrer systematischen Beobachtung des Verhaltens kleiner, von ihren Müttern (wegen der Geburt eines zweiten Kindes) getrennter Kinder. Frühere Beobachtungsergebnisse von Robertson gaben die Basis für J. Bowlbys allgemeine Theorie des Trennungsverhaltens ab. Die jetzigen Beobachtungen waren darauf gerichtet, die das Trennungsverhalten auslösenden Faktoren zu differenzieren. Indem anstelle der Heimunterbringung die Kinder in geeignete Pflegefamilien gegeben wurden, zeigte es sich, daß das Pflegeheim-Milieu sehr viel eher als die bloße befristete Trennung von der Mutter das Trennungsverhalten determiniert. Jede Trennung im frühen Lebensalter birgt freilich Risiken, für deren Bewältigung die jeweils erreichte Stufe der Ichentwicklung und Objekt-Konstanz von größter Bedeutung sind.
Die Aufmerksamkeit in der Medizin ist nicht allein auf plausibles Theoretisieren, sondern auf Erfahrung und Vernunft zu richten. Das Theoretisieren ist löblich, wenn ihm Tatsachen zu Grunde liegen und die Schlußfolgerungen systematisch aus dem Beobachteten abgeleitet werden. Schlußfolgerungen aber, die nur der hilflosen Vernunft entstammen, sind schwerlich von Nutzen…
Hippokrates, Regeln