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Fliegel macht auf eine in der Geschichtsschreibung der psychoanalytischen Bewegung (etwa in Jones' Freud-Biographie) vergessene Kontroverse über den Charakter der weiblichen Sexualität aufmerksam, die (1923) durch Karen Horneys Aufsatz „Zur Genese des weiblichen Kastrationskomplexes“ eröffnet wurde. Freud replizierte (1925) mit „Einige psychische Folgen des anatomischen Geschlechtsunterschiedes“. Nachdem Jones und Fenichel, der für eine Entscheidung über die vorgetragenen Hypothesen anhand des empirischen Materials plädierte, sich eher auf die Seite von Horney gestellt hatten, fand die Debatte mit Freuds Beitrag „Über die weibliche Sexualität“ (1931) ihr offizielles Ende. Fliegel führt die eigentümliche Reaktion auf die von Horney (und Jones) vorgetragene Alternative zu Freuds Weiblichkeits-Theorie auf die Situation der psychoanalytischen Bewegung in den zwanziger Jahren zurück.