You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die Autorin, Psychoanalytikerin und Psychiaterin, die ihre Ausbildung in London bis 1938 genoß, dort in einem psychiatrischen Lazarett bis 1946 Erfahrungen mit Kriegsneurosen sammelte und seit 1949 am Bostoner Institut als Ausbildungsanalytikerin tätig war, gibt in dem jetzt auch in deutscher Sprache erschienenen Sammelband einen Überblick über 25 Jahre ihrer gedanklichen Auseinandersetzung mit psychoanalytischen Erkenntnissen (in z. T. überarbeiteten Veröffentlichungen und Vorträgen). Ihre Interessen, die sie unter dem Begriff der Fähigkeit zu emotionalem Wachstum zusammenfaßt, sind weit gespannt.
Die erste Hälfte der insgesamt 16 Kapitel befaßt sich mit dem Themenkreis psychoanalytischer Psychiatrie. Der Zugang ist eher makroskopisch und beruht auf einer Berücksichtigung der Rolle, die Affekttoleranz und Affektbewältigung bei der Bestimmung der Prädisposition für gewisse Arten von psychischen Störungen spielen und auf der Überzeugung, daß es wichtig sei, begrifflich und klinisch zwischen einer Triebregression, die sich auf eine neurotische Symptombildung oder auf ein beherrschbares affektives Leiden beschränkt, und der schwererwiegenden Regression zu unterscheiden, die bestimmte