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Sigmund Freud verdanken wir eine neue Anthropologie, Psychologie und therapeutische Methodik. Michael Balint aber gebührt das Verdienst, „die wesentlichen Kräfte des heilenden Gesprächs auch dort sichtbar gemacht zu haben, wo sie jedem Arzt zugänglich und verfügbar sind, nämlich im eigenen Sprechzimmer“ (Trenkel, S. 54). Mit seiner originellen Idee, praktische Ärzte unter deutender Hilfe eines Psychonalytikers zu „Training-cum-Research“ — und (heute nach ihm selbst benannten) Gruppen zusammenzufassen, hat Balint eine Entwicklung in Gang gesetzt, die wir wohl noch kaum in ihrer vollen Tragweite abschätzen können. Dem Herausgeber dieses Buches, Luban-Plozza, ist daher voll zuzustimmen, „daß nach Balint die Dinge in diesen Bereichen nicht mehr leicht so bleiben können, wie sie waren“ (S. 24).