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Jacques Bernas Buch „Kinder beim Analytiker“ gestattet dem Leser einen Einblick in die kinderanalytische Arbeitsweise des Autors, wie er sie im Laufe von nahezu drei Jahrzehnten entwickelt, ausgeübt und gelehrt hat. In ständiger Auseinandersetzung mit der psychoanalytischen Theorie, der Entwicklung der Kinderanalyse durch Anna Freud und den erweiterten ich-psychologischen Erkenntnissen (Hartmann, Kris, Loewenstein und Sandler), hat Berna seinen eigenen theoretischen Standpunkt und seine Technik der Kinderanalyse immer wieder revidiert und modifiziert. Die historische Entwicklung dieser Veränderungen im Umgang mit psychisch gestörten Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern werden im vorliegenden Buch durch die sehr offene und lebendige Darstellung — auch anhand von Beispielen aus der kinderanalytischen Praxis — für den Leser nachvollziehbar. Ausführlich geht Berna auf Anna Freuds Theorien und die damit verbundenen klinischen, diagnostischen und behandlungstechnischen Implikationen ein. Dabei werden Übereinstimmungen, aber auch Abweichungen von der Theorie Anna Freuds — z. B. bei der Frage der Einleitung der Behandlung — diskutiert.
Berna verweist auf einen Aufsatz von Berta Bornstein „The Analysis of a Phobic Child“ , in dem erstmals anhand einer Falldarstellung die Deutung der Abwehr als technische Hauptarbeit beschrieben wurde — ein Konzept, das dann zunehmend Einfluß auf die kinderanalytische Arbeit gewann. Katharsis, Abreagieren von Affektausbrüchen als therapeutische Maßnahmen wurden von J. Berna und anderen Kinderanalytikern zunehmend aufgegeben zugunsten der Arbeit am Ich auf dem Wege verbaler Abwehr- und Übertragungsdeutungen. Auch eine Arbeit von A. Katan über die Rolle