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Zielgruppe des Buches sind Pädiater, Psychiater und Erzieher, die sich mit der Vorbeugung emotionaler Störungen bei Kindern befassen.
Ausgehend von einem Konzept der präventiven Psychiatrie, der „Psychologischen Immunisierung“, werden seelische Katastrophen anhand von Fallbeispielen aus dem Center for Preventive Psychiatry, der Praxis des Autors, und einem Forschungsprojekt der Abteilung für Kinderpsychiatrie am Albert-Einstein College of Medicine dargestellt.
Hervorhebenswert ist die Differenzierung zwischen geringfügigen Notfällen (Kapitel V) wie „Erster Schultag“Ferienlager„Umzug“ usw. und den Kapiteln „Krankheit in der Familie“ (II) und„Tod in der Familie“ (III).
Die Diskussion über den Umgang mit dem todkranken Kind wird am Fall eines an Leukämie erkrankten vierjährigen Kindes anschaulich dargestellt. Insbesondere wird darauf hingewiesen, daß Vorschulkinder — entwicklungsmäßig bedingt — noch keine Einsicht in die Endgültigkeit des Todes haben. Sie halten den Tod für reversibel.
Kinder spüren, wenn sie unheilbar krank sinds, eine Veränderung der Kommunikation mit den Beziehungspersonen. Daher wird von den Autoren für Offenheit plädiert. Jedoch sollte dies eine „pädiatrische Dosierung von Realität“ sein. Ähnlich wie bei Medikamenten sollte die Konfrontation mit der Realität dem Alter und dem Verständnis der Kinder angemessen sein. Eine verläßliche menschliche Beziehung ist dafür die unerläßliche Vorbedingung. Allgemeine Richtlinien für die Beratung von Familien in der Zeit vor dem Tode der kranken Mutter bzw. des Vaters erleichtern dem Praktiker den Umgang mit den Problemen.
Das Kapitel „Tod in der Familie“ bringt für die Psychohygiene bedeutsame Informationen über retrospektive und prospektive Untersuchungen sowie anschauliche Fallstudien.
Hervorhebenswert erscheint eine eigene Untersuchung von Kliman und Kliman über den Zusammenhang zwischen Verwaisung in der Kindheit und emotionalen Erkrankungen anhand von unmittelbaren und Verlaufsstudien von 18 unbehandelten Ha