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Für die Mitarbeiter der beiden Evangelischen Beratungsstellen in Frankfurt — 8 Psychologen, 1 Theologin, 1 Pädagogin, 1 Sozialarbeiterin, 1 Arzt und 1 Jurist — war die Zeit von Oktober 1969 bis August 1975 eine bewegte Zeit. Bewegt durch Veränderungen, die sich sowohl auf die theoretischen Grundlagen der Beratung auswirkten, auf die methodischen Mittel und Zielsetzungen, als auch auf das Aufgaben- und das Selbstverständnis der Berater. Ausgelöst wurden diese Veränderungen durch externe Vorgänge, vorwiegend durch politische Ereignisse, durch Publikationen und Diskussionen und durch interne Vorgänge, durch die neuen Fragen und Aufgaben, die die Ratsuchenden stellten, und durch die Reflexionen und Diskussionen der Berater über ihre theoretischen Konzepte und Methoden, über ihre Beziehungsmöglichkeiten und ihre Beziehungsgrenzen.
Zu den externen Vorgängen, die das Selbst- und Beziehungsverständnis der Ratsuchenden beeinflußten und sich zwangsläufig auch auf die Arbeit der Berater auswirkten, gehörten die Ideen und Aktionen der Studentenbewegung, die Angriffe gegen Institutionen und Hierarchien, gehörte die Infragestellung der Lebensformen Ehe und Familie, gehörten die Proteste gegen die stereotypen Rollenvorschriften für Frau und Mann, gehörten die widerspruchsvollen Auffassungen zu den Themen „Sozialisation“ und „Bildungsreform“, gehörte die Kritik an der Kirche, an Glaubensinhalten und Glaubensformen, gehörten die Proteste gegen Erziehungsstile und Unterrichtsmethoden und schließlich die Informationen über die geringen Bildungschancen der Angehörigen nicht privilegierter Schichten, über ihre Abneigung gegen die Inanspruchnahme institutionalisierter Hilfe.
Zu den internen Vorgängen, die Veränderungen bewirkten, gehörten in erster Linie die Erfahrungen, die in der Beratungsarbeit mit den Ratsuchenden gewonnen wurden. Die Fragen, die die Ratsuchenden stellten, die Probleme, die sie bearbeiten, Ziele, die sie erreichen wollten, unterschieden sich nämlich immer deutlicher vo