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Der Sammelband enthält acht Aufsätze des Verfassers, von denen vier bisher
nicht veröffentlichte Originalbeiträge sind. „Das etwas krause Gemisch von historischen und systematischen Gedankengängen“ — vorläufiges Ergebnis analytischer Selbsterklärung — kreise, so Bittner, um die Frage: „Was tut die Psyche, die mit sich selbst allein ist — jenseits der uns psychoanalytisch so wohlvertrauten Objektbeziehungen? … Letzten Endes erkennt das Ich sich als Mikrokosmos, als kleine Welt — indessen dialektisch bezogen auf ein anderes, ein inneres Nicht-Ich: den Lebensstrom, das Gesetz des Lebens“ (S. 10).
Es seien einige kritische Anmerkungen gestattet zu dem, was mir als ein Hauptproblem in der Sammlung auffiel: die heutigentags augenscheinlich fragwürdige Kreativität des Psychoanalytikers und die Diskussion um den Stand sowie die Kriterien der Beurteilung wissenschaftlichen Fortschritts in der Psychoanalyse. Ist die Geschichte der Psychoanalyse seit Freud eine Geschichte heimlicher Rückschritte in die Richtung einer scholastischen Theorie, insofern es nicht gelang, Freuds Ursprung und sein Erbe — „das Beste, was Du wissen kannst …“ — zu entfalten (S. 8)? Wenn ich richtig verstanden habe, vermutet der Autor, dieses „Beste“ liege im Umkreis oder doch in der Konsequenz von Erfahrungen und Konzepten, die derzeit unter den Namen „primäre Liebe“, „Einpersonenbeziehung“ (M. Balint), „Narzißmus“ (H. Kohut) und Psychosomatik vorgestellt werden. Und weiter: hier eröffne sich der psychoanalytischen Forschung ein Horizont, ja vielleicht ein gelobtes Land, welches Freud zwar lange und auf Umwegen suchte, aber nur von ferne sehen konnte, weil geistesgeschichtliche und persönliche Faktoren auch seinem Genie Grenzen setzten, soweit es um die begrifflich klare Mitteilung des Geschauten ging. Fast gewinnt der Leser den Eindruck, Bittner mache die Voraussetzung, wenn uns gelänge, jene Konzepte latent in Freuds Werken, Briefen, Verhalten und Biographie, darüber hinaus in der Geschichte der Psyc