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Die Schriften der französischen strukturalistisch denkenden Schriftsteller, Psychoanalytiker, Philosophen und Anthropologen sind verführerisch. Sie verführen
zur Nachempfindung einer Ordnungs- und Strukturbesessenheit, eines sprachgeleiteten Assoziierens und Reflektierens. Man soll sich an den Ort versetzen, an dem sich etwas wortwörtlich, ja buchstäblich ausspricht. Ist man ihnen gefolgt, so hat man sich auch in die Ordnung „eingeschrieben“, die sie (re-)konstruiert haben und als deren Teil sie sich interpretieren.
Der Diskurs, den Lévi-Strauss, Foucault, Barthes, Lacan, Derrida oder Leclaire (vor-)führen, ist darauf fixiert, die Geschlossenheit, die Gesetzmäßigkeit, die Ordnung der Dinge im Bereich des Mythischen und Unbewußten, der Grammatik und der Lust auszumachen und zu inszenieren. Sie sind die Lehrmeister und die Opfer ihrer Exerzitien; sie sind die Entschleierer der Mythen des Alltags, der Psychoanalyse und der Anthropologie, und sie sind die Produzenten monumentaler subjektiver Mythologien. Sie sind es als Meister der Selbst-Reflexion, der Selbst-Bezogenheit und des Stils. Ihre Wollust ist ihr Umgang mit der Sprache und die Entdeckung und Ausnutzung von deren Offenheiten. Ihre originären Arbeiten — anders als die der bloß wiederholenden Schüler — sind alle insgesamt Beiträge zur Weiterentwicklung von Theorie und Praxis ihrer Gegenstandsbereiche und Disziplinen, und es sind Ausschreitungen des sprachlichen Raums.
In Serge Leclaires Schrift „Der psychoanalytische Prozeß“ wird diese Ausschreitung in zweifacher Weise radikalisiert: Er führt den Psychoanalytiker so ein, wie der Erzähler in einem Roman den Helden einführt („unser Psychoanalytiker“ — d