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Die vorliegenden beiden Aufsätze sind nicht zu den bedeutenderen der Autorinnen zu zählen; es handelt sich um populärwissenschaftlich gehaltene Vorträge. Das, was sie an Weiterentwicklung und Entgegensetzung zu Freuds Theorie enthalten, wird eigentlich nur demjenigen sichtbar, der auch ihre anderen Arbeiten kennt. Die Schwierigkeit einer Rezension besteht nun darin, daß sie für ein Publikum geschrieben werden muß, das die Schriften von M. Klein und ihrer Schule, zu der auch Riviere gehört, zumeist gar nicht rezipiert hat und dessen Kenntnisse über M. Klein durch die Kritik von René Spitz und Anna Freud vermittelt sind. Erst die Verbreitung der Gruppentherapie, von deren bedeutendsten Vertretern sich einige als Klein-Schüler betrachten (Bion, Grinberg, Langer und Rodrigué), wie die zunehmende Vergesellschaftung der Vorschulerziehung, die eine wissenschaftliche Beschäftigung mit den Problemen der frühkindlichen Sozialisation auch außerhalb der therapeutisch orientierten Disziplinen erfordert, haben neuerdings ein Interesse an den Schriften von M. Klein in der Bundesrepublik geweckt. Doch bleiben es bislang immer noch ausländische Autoren wie Gerhard Mendel und Franco Fornari, die den Beitrag M. Kleins für eine Theorie der frühkindlichen Entwicklung kritisch rezipiert haben.
Die eminente Bedeutung von Kleins Theorie besteht darin, daß sie den psychoanalytischen Erfahrungsbegriff und damit auch den Begriff der psychischen Realität für ein Frühstadium in der kindlichen Entwicklung hat verwendbar machen können, das sich zuvor der psychoanalytischen Deutung gänzlich entzog, weil es vorsprachlich ist. Der Vorwurf der „Spekulation“, der ihr von vielen Seiten, besonders aber von Spitz, gemacht wurde, ist insofern verwunderlich, als namentlich Spitz bestimmte Verhaltensweisen der von ihm beobachteten Kinder ohne Interpretation gar nicht zu benennen wüßte. Da Kleins