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Als das wirksamste Instrument, Vertreter anderer Berufsgruppen mit gewissen Grundprinzipien der Psychoanalyse vertraut zu machen, erweist sich in immer stärkerem Maße die Balint-Gruppen-Arbeit. Der vorliegende Band, in dem
sowohl Psychoanalytiker, die in solchen Gruppen mit Pfarrern am Sigmund-Freud-Institut gearbeitet haben, als auch Teilnehmer der Gruppe selbst zu Worte kommen, gibt einen guten Einblick in diese Praxis. Man nimmt mit Überraschung zur Kenntnis, mit welchen schwierigen, psychischen Problemen ein Pfarrer heute durch seine Berufsarbeit konfrontiert ist, welche Ressourcen ihm aber auch anderseits in seiner eigenen Tradition zur Verfügung stehen, wenn er mit der Psychoanalyse einen Schlüssel erhält, der es ihm ermöglicht, diese „Niederschläge von Menschheitserfahrungen“ (Freud) systematisch in seiner seelsorgerischen Praxis einzusetzen. Die aus der Darstellung zu entnehmende Technik der Gruppenleitung lädt auf der einen Seite sehr stark zur Identifizierung mit dem die Gruppe leitenden Psychoanalytiker ein, versucht aber auch, die eigene Berufsidentität der Pfarrer zu erhalten und zu fördern. In dieser Dialektik dürfte eines der Grundprobleme derartiger Fortbildungsmodelle liegen, die sicher noch des weiteren Nachdenkens sowie eines vertieften Erfahrungsaustausches wert sind!