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Behavioral Sciences, Verhaltenswissenschaften, werden von Thompson und Van Houten als eine interdisziplinäre Zusammenfassung verschiedener, traditionell voneinander isolierter Einzelwissenschaften aufgefaßt. Ihre Absicht zielt auf die Vereinheitlichung theoretischer Ansätze, die anderswo (bei der Ford Foundation oder beim Center for Advanced Study in the Behavioral Sciences der Stanford Universität in Kalifornien) institutionell zusammengefaßt wurden. Wesentliche Beiträge wurden dabei von Psychologie, Soziologie, Anthropologie, aber auch von der Biologie, den Wirtschaftswissenschaften und der Politikwissenschaft erwartet. Die Psychoanalyse hat in allen genannten Teilgebieten ihren unbestimmten Ort: unbestimmt auch von den Autoren, die sich darauf beschränken, aus unterschiedlichsten methodischen Formen entstandene Theoriestücke auf der Basis eines Konsens der breiteren Fachöffentlichkeit über die Brauchbarkeit von Begriffen und Erklärungsmodellen zusammenzustellen; Kontroversen werden nicht mehr behandelt. Das Buch bietet eine Grundinformation für den gebildeten wissenschaftlichen Laien, etwa Studenten in den Anfangsemestern eines Colleges, die in unkomplizierter Sprache mit Hervorhebung von Merksätzen dargeboten wird. Als Beiträge von Psychoanalytikern gehen dabei vor allem Freuds latente Anthropologie mit ihrem Verständnis der menschlichen Konflikthaftigkeit ein. Als Orientierung wird dem Leser das Strukturmodell der psychoanalytischen Persönlichkeitstheorie angeboten. Der konflikttheoretische Ansatz wird jedoch von Thompson und Van Houten in die Nähe von Magie und Aberglauben gerückt und der Stimulus-Response-Theorie (Machine Models of Man) sowie dem Modell des Menschen als offenem System gegenübergestellt. Weitere psychoanalytische Beiträge zu den Verhaltenswissenschaften, die in diesem Buch Berücksichtigung