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Angeregt durch Beobachtungen im County Hospital von Chicago und in einem südamerikanischen Slum geht die Autorin der Geschichte des Kindermords nach — dem Zusammenhang von Armut, Frauenausbeutung und Hospitalisierung von Kleinkindern. Kollektive Verdrängungsleistungen hindern uns, die Realität des Kindermords in unserer Gegenwart deutlich wahrzunehmen. Erst wenn eine Einstellungs- (und Wahrnehmungs-)Änderung die hier und da in die Wege geleiteten Reformmaßnahmen (Nahrungssicherung, Wohnungsbeschaffung, Geburtenkontrolle, Partizipation) ergänzt, wird sich am althergebrachten Martyrium zahlloser kleiner Kinder etwas ändern.