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Der bekannte Psychoanalytiker und Preisträger der American Society for Adolescent Psychiatry, von dessen Schriften das 1962 veröffentlichte Buch über die psychoanalytische Interpretation der Adoleszenz seit zwei Jahren in deutscher Sprache vorliegt, hat in diesem späteren Werk Eigenart und Bedeutung
der Eingangsphase der Adoleszenz wegen ihrer Bedeutung für den Verlauf der gesamten Adoleszenzphase behandelt, um die empirische Grundlagen seiner Vorstellung von Entwicklung in der Adoleszenz, wie er sie in dem 1962 erschienenen Band niedergelegt hat, auszubreiten. Zwei Fallgeschichten über die Entwicklung eines Jungen und eines Mädchens zwischen Latenz und Adoleszenz behandeln die besonderen Probleme und Konfliktlösungen dieses Zeitraumes in der Entwicklung beider Geschlechter.
Die Fälle wurden in einer Child Guidance Clinic von Psychiatrie-Sozialarbeitern unter der Supervision von Peter Blos behandelt. Sie stehen für eine große Zahl von Fällen, die Peter Blos in etwa sechs Jahren als Kinder- und Jugendlichen-Psychoanalytiker und als Berater und Supervisor für die erwähnte Child Guidance Clinic betreute.
In seiner Einleitung skizziert er den weiteren Rahmen seiner Überlegungen. Die Fallgeschichten, die, jede eigenständig, den Raum des Buches wesentlich in Anspruch nehmen, sind spannend und sehr differenziert in einer gelegentlich novellistisch wirkenden Weise geschrieben. Ihr besonderer Wert, der ihre Auswahl für die Publikationen rechtfertigt, liegt inhaltlich in der Beschreibung, wie abweichendes Verhalten und die Symptombildungen in nuce die Geschichte des Krankheitsprozesses zum Ausdruck bringen. Peter Blos möchte die Bezeichnung Pubertät für den skizzierten Zeitraum (etwa zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr) nicht verwenden, da er befürchtet, daß der Begriff der Pubertät zu sehr an die Vorstellung physiologischer und morphologischer Veränderungen gebunden ist, es ihm aber darauf ankommt, die Wechselwirkung zwischen psychischen Prozessen, zwischen dem je aktuellen