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Ich arbeite als Soziotherapeut in einer offenen Abteilung der van Mesdag-Klinik. Hier leben bis zu 14 Patienten; ideal wäre eine Gruppe von 8 bis 10 Patienten. „Offene Abteilung“ bedeutet, daß die Abteilungstür nicht verschlossen ist, und daß man sich innerhalb der Abteilung frei bewegen kann. In einer offenen Abteilung arbeiten 8 soziotherapeutische Mitarbeiter, von denen jeweils 2 simultan Dienst tun und mindestens einer stets auf der Abteilung anwesend sein muß. Neben den 3 offenen Abteilungen bestehen 2 geschlossene Abteilungen, in denen jeweils 8 bis 10 Patienten betreut werden und je 12 soziotherapeutische Mitarbeiter tätig sind. In der geschlossenen Abteilung müssen mindestens 3 Mitarbeiter simultan Dienst tun, und es ist hier nicht erlaubt, daß sich nur ein Mitarbeiter allein in der Abteilung aufhält. Hier werden Patienten betreut, die noch nicht in der Lage sind, in einer größeren Gruppe zu leben und die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen. Sie können die Abteilung jeweils nur dann verlassen, wenn sie angegeben haben, wohin sie gehen wollen. Hier gibt es auch eine Anzahl von Patienten, die nur in Begleitung die Abteilung verlassen dürfen. Jede Abteilung hat einen Abteilungsleiter und einen Abteilungsarzt.
Die Aufgaben eines soziotherapeutischen Mitarbeiters sind folgende: er hat ständig in der Abteilung präsent zu sein, über alle Vorgänge Bericht zu erstatten, an Arbeitsbesprechungen und Therapeutenkonferenzen teilzunehmen, eine Mentorenfunktion für einen öder zwei Patienten zu übernehmen, die Patienten zu begleiten und zu bewachen.
Wir haben Schichtdienst, beginnen entweder morgens um 1/2 8 Uhr mit der Arbeit (bis 14 oder 16 Uhr) oder um 14 Uhr (bis 22 Uhr). Der alten Gefängnismaßregel folgend, müssen wir jeweils zunächst kontrollieren, ob alle Patienten anwesend sind. Jeder Patient hat einen Raum für sich, die Türen werden geöffnet und die Männer können sich auf ihre Aktivitäten vorbereiten. Sie haben eine 3/4 Stunde Zeit, um sich zu waschen, zu rasieren und