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In diesem Band der Reihe „Pocket Wissenschaft“ wird versucht, dem „Faszinosum“ der „Gruppendynamik“ auf den Grund zu gehen, und zwar weiter, als es zuvor viele Autoren aus dem Lager der „Gruppendynamiker“ (z. B, Benne, Bradford und Lippitt) und der Psychoanalyse (Argeiander, Brocher, Heigl, Pohlen u. a.) schon taten. Als Grundlage hierzu dient ein die „Selbstbeschränkung der akademischen Psychologie“ (S. 36) und der „Psychoanalyse“ (S. 38) gleichermaßen überschreitendes, an Wilhelm Salber orientiertes Konzept, nach dem sich der zu erforschende „Gegenstand“ über die „Seh-Erfahrung“ und die nachfolgende „Logifizierung“ des Gesehenen allmählich bildet. Die Seh-Erfahrung ist gewissermaßen der tiefenpsychologische Ansatz des Verfahrens, während die Logifizierung eine Art Stmkturtheorie darstellt, die, wiederum an Wilhelm Salber orientiert, „Morphologie“ genannt wird. In ihr finden die grundlegenden Lebensprobleme als „Gestaltsfaktoren“, (S. 52) „übergreifende Sinnzusammenhänge“ und „Erklärungsletztheiten“ (S. 64) ihren Platz.
Im Zentrum des Buches steht eine Erörterung des Gruppenprozesses, der, in Anlehnung an Kenneth D. Benne, in einer beschreibenden, wissenschaftlichen und praktischen Dimension unter sucht wird. Dabei wird deutlich, daß die bisherigen Theorien über Gruppenprozesse infolge der jeweiligen Seh-Erfahrung ihres Autors nur Teile dieser Prozesse erfassen:. die Psychoanalytiker die Zweiersituation und die infantilen Entwicklungsstufen, die Gruppendynamiker sozialpsychologische Gesetzmäßigkeiten. Mit den Kategorien „Aneignung, Umbildung, Einwirkung, Ausrüstung, Ausbreitung und Anordnung“ meint der Autor nun — die vier Modalprobleme der Akzeptierung, des Datenflusses, der Zielsetzung und der Kontrolle von Jack R. Gibb erweiternd —, alle Phänomene des Gruppenprozesses in einer „Gestalt“ fassen zu können. Kennzeichen der „Formbildung“ dieses Prozesses sind u. a. ihre Kontinuität, ihre Variabilität, die Polarität von Form und Gegenform und der „latente Sinn“, den d