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Dem Rezensenten dieses umfangreichen Sammelbandes mit 250 Kongreßvorträgen, Referaten und Diskussionsberichten in fünf Sprachen geht es nicht anders als dem Besucher eines derartigen Mammutkongresses: Er muß auswählen, und seine Auswahl wird unweigerlich subjektiv sein. Dennoch soll versucht werden, die Schwerpunkte des Kongresses hier so wiederzugeben, wie sie während des Kongresses gesetzt und im Kongreßband niedergelegt sind.
Die jeweils mit einem Hauptreferat und freien Vorträgen bestrittenen Themenbereiche spiegeln die Interessenbereiche der derzeitigen Gruppentherapie gut wider. Diese Problemfelder werden durchaus im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Zusammenhängen gesehen, wie es schon der Titel des Buches ausdrückt. Im einzelnen geht es um „Gruppenarbeit in Institutionen und Community Therapie“ mit einem Hauptreferat von Maxwell Jones und um Vorträge über Gruppenarbeit im psychiatrischen und nicht-psychiatrischen Rahmen, in Familien- und Partnertherapie sowie mit Eltern und Betreuern psychisch gestörter Kinder. Man bemüht sich auch um „Randgruppen der Gesellschaft“ (mit René König als Hauptreferent), um die Drogenszene und um Gruppenarbeit mit Gefangenen und Obdachlosen (H.-E. Richter). Unter der Überschrift ldquor;Fehlentwicklungen von Gruppen“ arbeiten zahlreiche Referenten an der Lösung der noch offenen Probleme der psychoanalytischen Gruppentherapie. Die Gegenübertragung des Gruppenleiters wird dabei ebenso beachtet (Walter L. Furrer) wie das Arbeitsbündnis (Karl König) und die möglichen Vorstrukturierungen des Gruppenprozesses durch das, theoretische Konzept, die Persönlichkeit des Therapeuten und äußere Umstände (Hans Quint). Dem Hauptreferat über „Gruppe und Aggression“ von Tobias Brc eher schließt sich ein ebenso umfangreicher freier Vortrag von Günter Ammon über „Gruppendynamik der Aggression“ an. Während im ersteren die Aggression vorwiegend reaktiv als Abwehr von Angst vör der unstrukturierten Situation und dem gefürchteten Identitäts-verlust ver