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Mit der vorliegenden Übersetzung aus dem Amerikanischen hat sich der Hippokrates-Verlag erneut um die Verbreitung anglo-amerikanischer Forschungsergebnisse verdient gemacht. Der Zweck des vorliegenden Buches ist es, einen „Plan eines umfassenden Behandlungsprogramms für kommunikationsgeschädigte Kinder“ vorzulegen. Die Autorin, aus dem deutschen Sprachraum stammend und durch die Begegnung mit Emil Froeschel, Anna Freud, Susan Isaac, Heinz Werner und Jean Piaget stimuliert, wurde früh mit wissenschaftlichen Forschungen auf dem Gebiet der Sprachentwicklung, Psycholinguistik und Psychotherapie vertraut.
Die These des Buches ist die Erkenntnis, daß innerhalb eines Kulturkreises bestimmte Formen der Mutter-Kind-Beziehung die kindliche Sprachentwicklung fördern, andere, entgegengesetzte Beziehungsformen die Sprachentwicklung stören.
Zum Ausgangspunkt für die Autorin wurde die Sprachstörung der eigenen Tochter, die zwischen dem 27. und 35. Monat, für die Mutter völlig überraschend, eine Stottersymptomatik entwickelte. Die subtile Beschreibung der Symptomentwicklung und Rückbildung ist gleichzeitig ein Beispiel für den Sprachkreislauf zwischen Erwachsenen und Kindern und bildet die Grundlage der klinischen Beobachtungen und Forschungen.
Bei der Diskussion und Darstellung der verschiedenen Theorien über die Genese von Sprachstörungen legt die Autorin das Hauptgewicht auf die emotionalen und psychogenetischen Hintergründe. Im Gegensatz zu den im deutschsprachigen Raum besonders von Dührssen vertretenen Stottertheorien, die die anal-aggressive und zugleich retentive Tendenz gegen eine dominierende und einengende Mutter hervorheben, werden hier die Verlustängste am stärksten gewichtet.
Die Hypothesen über die zwischenmenschlichen Bedingungen des Sprechenlernens (stotternde Kinder erleben intensive Distanz oder Entfremdungsangst in bezug auf die Mutter weit häufiger als nichtstotternde Kinder; stotternde Kinder empfinden Gefühle einer Entwertung der Mutter häufiger als nichtstottern