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Die Autorin ist in den vergangenen Jahren vielen Fachkollegen und psychotherapeutisch interessierten Ärzten durch ihre Mitarbeit bei den Freudenstädter und Lindauer Fortbildungsveranstaltungen bekanntgeworden.
Der Referent ist der Autorin in besonderer Weise verbunden, weil er miterlebt hat, wie bei Arbeitsseminaren mit ihr in „Haus Sommerberg“ nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die neurotisch-dissozialen Jugendlichen, die sich an den Übungen beteiligten, in der überwiegenden Mehrzahl eine eindrucksvolle Förderung ihrer Sensibilität für introspektive und für interaktionelle Prozesse erfuhren.
Im Vorwort erläutert sie: „Im Zentrum der Methode steht die Rolle des Leibes, mit dem der Mensch erlebt, erleidet, sich verhält, Dasein verwirklicht. Für die Funktionelle Entspannung stellt sich das am unbestechlichsten im Atemrhythmus des einzelnen dar, in seinem Bewegtsein und sich Bewegenlassen.“ Und: „Voraussetzung ist die Einsicht, daß unbewußte Motivationen und unbewußte Vorgänge unser Verhalten wesentlich bestimmen. Wer Fehlverhalten erkennen und ändern will, muß sich deshalb um ein Gleichgewicht kümmern, das sich zwischen unbewußten und bewußten Vorgängen in uns abspielt und außerdem um ein Gleichgewicht der zwischenmenschlichen Beziehungen besorgt sein.“
Dann gibt E. Wiesenhütter eine medizinische Einführung, in der er die Methode der Funktionellen Entspannung von den „passiv autosuggestiven und entspannenden Übungen“ und den „Heilungen über den Geist“ „abhebt. Es handelt sich bei der Funktionellen Entspannung nicht um Übungen nach einem stufenweise festgelegten Programm. Sie sucht vielmehr in einer Art koinästhetischem Dialog über die aufgelegten Hände des Therapeuten und über die verbale Vermittlung seiner empathischen, im Mitüben gewonnenen Wahrnehmung den individuell geeignetsten Zugang. So ist „das Es der ‚Funktionellen Entspannung‘ nicht primär das psychisch Unbewußte …, sondern direkt der Leib“, dessen Eigenrhythmus vorwiegend im Atem erlebt werden kann. Dabei