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Der 1902 in Frankfurt geborene Autor ist 1933 in die USA emigriert. Seine Erschütterung durch den Nationalsozialismus ist an zahlreichen Abschnitten dieser Sammlung wichtiger Einzelarbeiten, die zuerst zwischen 1950 und 1966 veröffentlicht worden sind, zu erkennen. Darunter befinden sich auch die drei bereits in „Identität und Lebenszyklus“ enthaltenen Essays. Das erste Kapitel des Bandes stellt die Entwicklung und Brauchbarkeit des Begriffs der Identität dar. Im zweiten wird die gesellschaftliche und kulturelle Einbindung der individuellen Identität untersucht und exemplarisch das Problem des Totalitarismus behandelt. Das dritte ist die epigenetische Formulierung der Identität im Lebenszyklus, das vierte liefert die Pathographie der Identitätskrise mit ihrem Ausgang der IdentitätsVerwirrung und ihrer Bewältigung. Besonders faszinierend sind dabei die Anwendungen auf Selbstinterpretationen von George Bernard Shaw, William James und Sigmund Freud (der Traum von Irmas Injektion). Im fünften Kapitel werden Probleme der Identität in einer sozialen Gruppe bearbeitet. Notwendig und interessant sind hier einige Bemerkungen über die Ideologie in der Psychoanalyse und das Problem der psychoanalytischen Orthodoxie. Im sechsten Kapitel wird das Jugendproblem der Gegenwart (aus der Perspektive von ) behandelt. Das siebte untersucht die psychohistorischen Aspekte der Identität der Frau und das letzte die ethnographische Identität (die Rasse und die umfassende Identität).
Damit stellt sich das vorliegende Buch als ein Längsschnitt der Arbeit Eriksons dar, wobei auch die großen Monographien über Luther und Gandhi, „Kindheit und Gesellschaft“ und die Rolle des Ethischen in der Psychoanalyse in „Einsicht und Verantwortung“ im passenden Kontext erwähnt werden. Erikson selbst interpretiert diese Lebensarbeit als eine Herausforderung an seine Theorie. Bei der Vielfalt der untersuchten Probleme wird ein Grundthema durchgehalten und verleiht den Aufsätzen ihre Einheitlichkeit. Es besteht