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Das von H. Gastaut herausgegebene, 1973 in englischer, französischer und spanischer Sprache publizierte „Wörterbuch der Epilepsie“ liegt jetzt in deutscher Übersetzung vor und gibt weiten Kreisen Gelegenheit, sich über die WHO-Nomenklatur dieses Gebietes zu orientieren. Die erheblichen Fortschritte der Epilepsieforschung — überwiegend auf neurophysiologischer Ebene — finden in dem vorliegenden Wörterbuch ihren Niederschlag. Bei der Vielfalt des Materials wären Quellenangaben allerdings wünschenswert.
Aus dem umfangreichen Wörterbuch kann ich hier nur wenig anführen und wähle zunächst die mit vielen Vorurteilen behaftete „epileptische Wesensänderung“. „Die irrige Ansicht“, daß „Epileptiker gewisse für die Epilepsie kennzeichnende Verhaltensstörungen“ bieten, wird aufgegriffen, denn „diese Ansicht ist in Anbetracht der Vielfalt von symptomatologischen und ätiologischen Formen von Epilepsien unzutreffend“. „Das Auftreten epileptischer Anfälle ist häufig die Quelle schwerer psychischer Konflikte“, die m. E. meistens mit frühen neurotischen Fixierungen verschmelzen, was dann auch als Wesensänderung imponiert. Im Zusammenhang mit der epileptischen Wesensänderung wird auf das „epileptische Rorschach-Syndrom“ verwiesen, das als ein unrichtiges Konzept verworfen wird; „es wäre daher unklug und sogar gefährlich, die Diagnose einer Epilepsie auf der Grundlage eines Rorschach-Tests zu stellen oder bloß zu vermuten“.
Das Ziel der Herausgeber ist, eine allgemeine Übereinkunft über die spezielle Terminologie zu erreichen. Verständlicherweise ergeben sich noch viele